Aircombat - wie fang ich an, was brauch ich? oder "Tipps von einem, der das alles mitgemacht hat!"
Aircombat, sicher eine der faszinierendsten und modernsten Sparten im Modellflug, benötigt kein aufwendiges oder teures Equippment!
Sehr zu empfehlen ist eine Startbox mit Powerpanel und 12 V Motorradakku, oben drauf sitzt das Flugzeug waagrecht, besser leicht aufwärts, da für ein schnelles Anspringen der Vergaser fast ganz offen ist und der Sprit aus dem vollen Tank durch den Düsenstock rinnen könnte.
Ein mittlerer E-Starter, eine Spritpumpe - Hand oder Elektrisch, ein Glühkerzenstecker mit Kabel - ein Panel mit Anzeige, so seh ich ob die Kerze glüht oder defekt ist. Ein Drehzahlmesser ist gut um zu wissen ob der Motor Leistung hat oder nicht.
Wichtig ein handlicher Kerzenschlüssel, ein Propellermuttern Schlüssel und 1-2 gleiche Propeller in Reserve, Bohrung bereits passend aufgerieben (Propellerreibahle) und ein paar Glühkerzen in Reserve.
Es kommt vor, daß nach Fehlstart,weil der Motor nicht richtig zieht, das Modell vorne in der "landing zone" mit halb drehendem Motor zu Boden geht. Der Propeller ist ab. Der Helfer holt das Flugzeug, der Prop wird gewechselt, der Motor angelassen, das Flugzeug startet und greift wieder in das Kampfgeschehen ein. Das ist in 30 sec. zu schaffen!!
1 ltr. Sprit in der Box dabei genügt vollauf für einen Bewerb, die kleinen Motore brauchen nicht viel. Nach dem Flug ist wieder aufzutanken für den nächsten Start und wenn nötig der Streamer zu erneuern, das ist alles.
Die Streamer stellt der Veranstalter. Verwendet wird derzeit Forst-Markierungsband aus Zellstoff, geschnitten auf 10 bis 12 mm Breite und 12 m Länge. Das hält auch bei strömendem Regen und hat eine Reißfestigkeit von 1,2 bis 1,5 kp. 2 tiefe Kerben in der Nasenleiste nahe dem Randbogen und aufgeklebte Schmirgelstreifen oder doppelseitiges Klebeband fangen die Bänder nach gelungenem Anflug!
Es geht natürlich auch einfacher, wie oben bei den Schweden gesehen: Thunderbold mit hängendem Motor liegt verkehrt vorne am Boden - schräg (Sprit) auf einem Kavan Accustarter, der Helfer drückt den Accu-Glühkerzenstecker drauf und hält das Flugzeug während der Pilot (Timo Aman Fi, einer der Besten) den Motor startet. Der Helfer hebt das Flugzeug hoch, dreht es um und schiebt es schräg nach oben in die Luft.
Der Start allein schon ist spannend und aufregend.
In der Vorbereitungszeit (ca 5 min) wird das aufgetankte Flugzeug in Startposition vorne an der "pilotline" aufgestellt, der Streamer ausgelegt, der Motor warmgelaufen und ev. nachreguliert, nachgetankt, alles eingeschaltet, Ruder kontrolliert. Bei "readyness" (30 sec vor Start) ev. Kerzenstecker drauf, Starter bereitgelegt, Sender fertig daneben, alle gehen zurück zur "readynessline" - Start !
Leicht zu schaffen in 12 bis 15 sec. Die schnellsten Startzeiten (mit 10 m laufen!) liegen bei 6 sec, von Hand oder Katapult. Ist jedoch überhaupt nicht wesentlich, da es für 3 sec Flugzeit nur 1 Punkt gibt. Ein Anfänger (im AC) kann ca 30 sec brauchen bis "airborne", das genügt vollauf, er hat dann noch 6 ½ min Flugzeit, das ist lang genug!